Erste Hilfe bei Verbrennungen und Verbrühungen:
So handeln Sie richtig

Verbrennungen & Verbrühungen: Warum sind sie gerade im Alter so gefährlich?

Verbrennungen sowie Verbrühungen stellen im Alter ein hohes Risiko dar. Neben Wohnungsbränden passieren häufig Verbrühungen im Alter durch zu heißes Badewasser, da diese mobil eingeschränkt nicht schnell aus der Badewanne aussteigen können. Außerdem kann die Schmerzempfindung verzögert sein oder sogar gänzlich fehlen, was zu späten Reaktionen führt. Die Haut als auch Fettschicht nimmt mit zunehmendem Alter zunehmend ab. Verbrennungen und Verbrühungen können so schnell in tiefere Hautschichten gelangen und größere Schäden verursachen. Es kann unter anderem zu Infektionen oder Organversagen führen. Außerdem können bei tiefen Verbrennungen leicht Nervenenden geschädigt oder gar zerstört werden. Da der Körper mit zunehmendem Alter sich immer langsamer regeneriert und Zellen repariert, ist die Dauer der Wundheilung in der Regel länger.

Verbrennungen erkennen und richtig einordnen

Je nach Schweregrad werden Verbrennungen in vier Grade eingeteilt.

Die Schwere einer Verbrennung hängt davon ab, wie heiß, wie lange und durch welche Quelle die Haut geschädigt wurde. Schon ab etwa 45 °C kann nach längerer Einwirkzeit Gewebe zerstört werden – bei sehr hohen Temperaturen passiert dies oft schon nach Sekunden.

Bei der Einstufung unterscheidet man meist vier Verbrennungsgrade (1 bis 4):

  • 1. Grad: Die Haut ist gerötet, geschwollen und schmerzt, heilt meist ohne Narben von selbst (z. B. Sonnenbrand).

  • 2. Grad: Zusätzlich zur Rötung entstehen Blasen. Es wird weiter unterteilt in 2a (oberflächlich, heilt meist ohne Narben) und 2b (tiefer, mit Narbenbildung möglich). Schmerzen sind meist stark vorhanden.

  • 3. Grad: Die Haut ist weiß, lederartig oder verkohlt, meist schmerzlos, da auch die Nerven zerstört sind. Es ist immer ärztliche Behandlung nötig.

  • 4. Grad: Das Gewebe ist tief zerstört, bis auf Muskeln oder sogar Knochen. Das ist lebensgefährlich und erfordert eine sofortige, spezialisierte Behandlung.

Je mehr Körperoberfläche betroffen ist, desto höher ist das Risiko für schwerwiegende Komplikationen wie Schock oder die sogenannte Verbrennungskrankheit. Ab etwa 20 Prozent betroffener Fläche bei Erwachsenen (bei Kindern schon ab 10 Prozent) ist ein Notfall gegeben. Zur Abschätzung kann die „Handflächen-Regel“ helfen: Die eigene Handfläche entspricht etwa 1 Prozent der Körperoberfläche.

Nach größeren Verbrennungen verliert der Körper viel Flüssigkeit und die Abwehrfunktion der Haut – Infektionen und Kreislaufprobleme sind möglich. Gerade bei großflächigen Verletzungen ist eine schnelle, medizinische Versorgung lebenswichtig. Bei kleineren Verbrennungen ist kühles Wasser (ca. 20 °C) hilfreich, großflächige Verletzungen dürfen wegen Unterkühlungsgefahr jedoch nicht längere Zeit gekühlt werden – achten Sie immer darauf, die Person vor Kälte zu schützen.

Hausmittel wie Puder oder Cremes sind tabu, da sie die Wundheilung behindern können. Bei Infektionen, zunehmenden Schmerzen oder anderen Komplikationen suchen Sie bitte immer einen Arzt auf.

Richtig handeln bei Verbrennungen & Verbrühngen

Die wichtigste Sofortmaßnahme ist, die verbrannte Haut mindestens 10 bis 20 Minuten mit kühlem, aber nicht eiskaltem Wasser zu kühlen. Dies reduziert Schmerzen und verhindert eine weitere Gewebeschädigung. Eis oder eiskaltes Wasser sind zu vermeiden, da sie die Haut zusätzlich schädigen können.

Wichtig ist, dass die Verbrennungsstellen danach locker mit sterilem Verbandmaterial abgedeckt werden, um Infektionen vorzubeugen. Bei großflächigen Verbrennungen oder wenn die Kleidung Feuer fängt, muss zuerst die Flamme gelöscht werden – zum Beispiel durch Löschen mit Wasser, eine Decke oder durch Rollen der betroffenen Person auf dem Boden.

Bei schweren Verbrennungen, insbesondere an sensiblen Körperstellen wie dem Gesicht, Händen oder Genitalien, sollte umgehend der Notruf 112 gewählt werden. Ebenso bei starken Schmerzen, Atemnot, Kreislaufproblemen oder Bewusstlosigkeit.

Hausmittel wie Puder, Quark, Öl oder Zahnpasta sind bei Verbrennungen nicht nur nutzlos, sondern können die Wunde verschlimmern und die Behandlung durch Ärzt*innen erschweren.

Mit beruhigtem und sicherem Handeln kann man bei Verbrennungen ernste Folgen abwenden und die Heilung bestmöglich unterstützen. Regelmäßige Erste-Hilfe-Kurse vermitteln darüber hinaus lebenswichtige Kenntnisse, um im Notfall richtig zu reagieren.

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Zusammenfassung:

Ihre Checkliste für die erste Hilfe bei Verbrennungen

  • Ruhe bewahren, betroffene Person ansprechen und beruhigen.

  • Verbrannte Kleidung vorsichtig entfernen, aber nur wenn sie nicht an der Haut klebt.

  • Verbrennungsstelle sofort mindestens 10-20 Minuten mit kühlem (nicht eiskaltem) Wasser kühlen.

  • Keine Eiswürfel oder eiskaltes Wasser verwenden, da dies das Gewebe weiter schädigen kann.

  • Brandwunden locker mit einem sterilen Verband oder sauberem Tuch abdecken, nicht einwickeln oder Druck ausüben.

  • Große Flächen nicht kühlen, um Unterkühlung zu vermeiden, stattdessen warmhalten, z.B. mit Rettungsdecke.

  • Bei Verbrennungen durch Kleidung in Flammen: Flammen löschen, ggf. Person auf Boden rollen.

     

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