1. Grad: Die Haut ist gerötet, geschwollen und schmerzt, heilt meist ohne Narben von selbst (z. B. Sonnenbrand).
2. Grad: Zusätzlich zur Rötung entstehen Blasen. Es wird weiter unterteilt in 2a (oberflächlich, heilt meist ohne Narben) und 2b (tiefer, mit Narbenbildung möglich). Schmerzen sind meist stark vorhanden.
3. Grad: Die Haut ist weiß, lederartig oder verkohlt, meist schmerzlos, da auch die Nerven zerstört sind. Es ist immer ärztliche Behandlung nötig.
4. Grad: Das Gewebe ist tief zerstört, bis auf Muskeln oder sogar Knochen. Das ist lebensgefährlich und erfordert eine sofortige, spezialisierte Behandlung.
Je mehr Körperoberfläche betroffen ist, desto höher ist das Risiko für schwerwiegende Komplikationen wie Schock oder die sogenannte Verbrennungskrankheit. Ab etwa 20 Prozent betroffener Fläche bei Erwachsenen (bei Kindern schon ab 10 Prozent) ist ein Notfall gegeben. Zur Abschätzung kann die „Handflächen-Regel“ helfen: Die eigene Handfläche entspricht etwa 1 Prozent der Körperoberfläche.
Nach größeren Verbrennungen verliert der Körper viel Flüssigkeit und die Abwehrfunktion der Haut – Infektionen und Kreislaufprobleme sind möglich. Gerade bei großflächigen Verletzungen ist eine schnelle, medizinische Versorgung lebenswichtig. Bei kleineren Verbrennungen ist kühles Wasser (ca. 20 °C) hilfreich, großflächige Verletzungen dürfen wegen Unterkühlungsgefahr jedoch nicht längere Zeit gekühlt werden – achten Sie immer darauf, die Person vor Kälte zu schützen.
Hausmittel wie Puder oder Cremes sind tabu, da sie die Wundheilung behindern können. Bei Infektionen, zunehmenden Schmerzen oder anderen Komplikationen suchen Sie bitte immer einen Arzt auf.