Dekubitus:
Erkennen und vorbeugen

Was ist ein Dekubitus?

Ein Dekubitus ist ein Druckgeschwür oder umgangssprachlich „Wundliegen“ und äußert sich durch eine schmerzhafte Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes. Er entsteht durch dauerhaften Druck, wodurch die Blutgefäße abdrückt und so die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Gewebes unterbrochen wird. Betroffen sind meist knochennahe Stellen.

Besonders gefährdet sind:

  • bettlägerige Menschen
  • Rollstuhlfahrer
  • Menschen mit eingeschränkter Mobilität

Wie entsteht ein Dekubitus? Die Ursachen im Überblick

Ein Dekubitus, im Volksmund oft als „Wundliegen“ bezeichnet, ist weit mehr als nur eine schmerzhafte Hautstelle. Für pflegende Angehörige und Betroffene ist es wichtig zu verstehen, wie ein solches Druckgeschwür entsteht, um frühzeitig gegensteuern zu können. Die Ursachen lassen sich im Wesentlichen in zwei Bereiche unterteilen: die mechanischen Auslöser von außen und die persönlichen Risikofaktoren.

 

1. Die mechanischen Auslöser: Druck, Reibung und Scherkräfte


Die Hauptursache für einen Dekubitus liegt in einem anhaltenden, von außen wirkenden Druck.

Dauerhafter Druck: Wenn ein Mensch über längere Zeit unbeweglich im Bett liegt oder im Rollstuhl sitzt, wird das Gewebe zwischen den harten Knochen und der Unterlage regelrecht eingequetscht. Dadurch werden die feinen Blutgefäße komprimiert, die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr bricht ab, und die Hautzellen sterben ab.

Scherkräfte: Diese entstehen, wenn der Körper beispielsweise im Bett nach unten rutscht oder unsachgemäß umgesetzt wird. Dabei verschieben sich die oberen Hautschichten gegen das darunterliegende Gewebe, was die empfindlichen Blutgefäße verdrillen oder gar zerreißen kann.

Reibung: Schon der mechanische Abrieb durch raue Bettlaken, Falten in der Kleidung oder schlecht sitzende Schläuche und Sonden kann die oberste Schutzschicht der Haut schädigen.

 

2. Die inneren Risikofaktoren: Was die Haut anfällig macht


Nicht jeder Mensch entwickelt bei Druck sofort ein Geschwür. Meist kommen individuelle Faktoren zusammen, die das Gewebe schwächen:

Immobilität: Der wichtigste Faktor. Wer sich nicht mehr aus eigener Kraft regelmäßig bewegen oder die Position wechseln kann, ist massiv gefährdet.

Das Alter & Vorerkrankungen: Senioren besitzen oft eine dünnere Haut und weniger polsterndes Unterhautfettgewebe. Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Gefäßerkrankungen verschlechtern die Durchblutung zusätzlich.

Mangelernährung & Flüssigkeitsmangel: Wenn dem Körper Nährstoffe und Wasser fehlen, verliert die Haut ihre natürliche Widerstandskraft und regeneriert sich deutlich schlechter.

Feuchtes Mikroklima: Durch starkes Schwitzen oder Inkontinenz entsteht dauerhafte Feuchtigkeit. Diese weicht die Haut auf (Mazeration), wodurch sie extrem anfällig für Keime und Risse wird.

 

Unsere Erfahrung aus der Pflegepraxis:
Ein Dekubitus entsteht oft schleichend und unbemerkt. Mit der richtigen Prophylaxe – wie professionellen Lagerungstechniken, speziellen Matratzen und einer sorgsamen, feuchtigkeitsregulierenden Hautpflege – lässt sich das Risiko im Pflegealltag jedoch effektiv senken. Wir unterstützen Sie gerne dabei!

 

Häufig betroffene Körperstellen

• Fersen
• Steißbein
• Hüfte
• Ellenbogen
• Schulterblätter

Symptome eines Dekubitus

Frühe Anzeichen:

  • Hautrötungen
  • Druckschmerzen
  • Erwärmung der Haut


Spätere Symptome:

  • offene Stellen
  • Wundgeruch
  • Gewebeschäden
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Wie kann man Dekubitus vorbeugen?

Regelmäßige Umlagerung: Positionswechsel entlasten gefährdete Stellen.

Hautpflege: Die Haut sollte sauber und trocken gehalten werden.

Bewegungsförderung: Bewegung verbessert die Durchblutung.

Geeignete Hilfsmittel: Spezielle Matratzen und Sitzkissen können helfen.

Fazit: 

Dekubitus lässt sich häufig vermeiden. Eine gute Beobachtung und professionelle Unterstützung sind entscheidend.

Sie haben Fragen zu Ihrer Wundsituation?

Wir erklären Ihnen gerne persönlich, wie wir Sie oder Ihre Angehörigen unterstützen können. Als Ihr lokaler Partner in Rees sind wir schnell vor Ort.

Hier finden Sie Details zu unserer ambulanten Wundpflege in Rees:

Wundversorgung Rees

Dekubitus: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Bereits wenige Stunden Druck können problematisch sein.

Ja, mit frühzeitiger Behandlung.

Oft übernehmen Kranken- oder Pflegekassen einen Teil der Kosten.

Falls Sie weitere Fragen zum Thema Ambulante Wundversorgung haben oder aktuell einen Pflegedienst in Rees, Emmerich oder Isselburg suchen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns gerne.

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